Da wo die Nutten sind

Heute das erste Mal Reeperbahn bei Nacht erlebt. Ok, ich wohn hier schon gut einen Monat, reichlich spät mag man sich also denken, aber ließ sich früher nicht einrichten.

Zusammengefasst und ums mit den Worten einer Kollegin zu sagen: „Man fühlt sich wie ein Frosch auf der Autobahn.“ Überall viele Menschen, die genau so gut auch Mallorca-Urlaub machen könnten, aber gerade aus irgendeinem Grund sich mitten in Hamburg mit Bier statt mit Sangria betrinken.

Männer stellen sich neben einen, zwinkern und sagen wider Erwarten: „Baby, geh ma weg da! Oh ne bin zu voll. Kannste mal mein Bier halten“. Nutten verhandeln in zu fünft mit einem einzelnen Mann, der jetzt garnicht sooo toll war. Aber vielleicht hatte er genug Geld für eine fünder-Karte. Man weiß es nicht. Laut, grell und durcheinander find ichs. Aber die Leute sind lustig. Man kann den Männern von den Lippen lesen und jeder zweite Satz ist „Guck mal die Hupen!“

Wie dem auch sei. Auf jeden Fall ist halb vier definitiv zu früh, um halb-nüchtern nach Hause zu kommen in die dunkle, leere Wohung. Aber zu meiner Verteidigung: Bin mit Menschen unterwegs, die mich maximal 3 Wochen kennen und es regnet. Da kann man noch nicht so auf die Kacke Pauke haun. Also keine Beschwerden. Ab August sieht das schon wieder ganz anders aus.

2 thoughts on “Da wo die Nutten sind

  1. ute (anonym)

    steht auch am Kiez. Sie ist 24 Stunden geöffnet und hat ca. 10 000 Besucher am Tag. Hier trifft sich alles und man bekommt auch alles, vor allem aber die besten Fritten der Welt.
    Nachts gibt es dort Türsteher, die für Ordnung sorgen. Also: das nächste Mal solltest du im Anschluss dort vorbeischauen und das Treiben dort mal auf dich wirken lassen. Es lohnt sich!

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  2. 7an

    oder wie eine gewisse subkultur sagen würde: word!

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