Web2.0-Dialog unter Frauen

Sie: Ja und die hats halt echt voll drauf und sieht auch noch gut aus. Gott. Das wird so mies.

Ich: Hm. Gibt’s die irgendwo im Internet? Is die bei Xing?

Sie: Glaub schon. ABER MACHT DICH UNSICHTBAR!!

Ich: Ähm. Glaub das geht bei Xing nicht. Außerdem bin ich schon auf ihrer Seite.

Sie: Oh man toll! Jetzt sieht sie, dass du auf ihrer Seite warst und dann sieht die, dass wir auch ne Verbindung da haben und (lufthol) dann weiß die ja, dass ich über sie gesprochen habe und…!!!!

Ich: Gnah… (o_O)… außerdem hat die Tränensäcke.

Xing

Irgendwann ist man so Medien-Juppie, dass man ernsthaft drüber nachdenkt, im Monat 5,95 Euro auszugeben, nur um in Xing alle Funktionen nutzen zu können. Irgendwie will man ja schon networken. So albern und abscheulich das auch klingt.

Geld wäre ja eigentlich da. Die Muckibude für 16,90 Euro pro Monat ist seit kurzem gekündigt und dieses verdammte immer noch exististierende Drückerkolonnen-Spiegelabo läuft auch endlich aus… bald… Ende des Jahres.

Man könnte also wirklich in die Zukunft investieren und sein Netzwerk im Internet noch weiter ausbauen. Solange bis man vor lauter Web-2.0-Eintopf kotzen muss. 

Aber mal ganz unbedarft die Leser gefragt: Hat jemand von euch schon mal ein wirklich gutes Jobangebot über Xing bekommen? Also ich nicht. Wird sich wahrscheinlich auch mit Premium-Mitgliedschaft nicht ändern.

Aber ich kann auf dem „Marketplace millionen Geschäftsleuten“ meine nichtvorhandenen Angebote unterbreiten. Oder ich profitiere dann von „exklusiven Angeboten des BestOffers-Programms“, von denen ich wahrscheinlich keins gebrauchen kann. Oh, und Statusmeldungen kann ich setzen. Statusmeldungen sind wichtig. Soll jeder in meinem Karrierenetzwerk wissen, dass ich gerade auf dem Klo sitze und über mein neustes Projekt nachdenke…

Ich glaub, ich lass es.

Eigentlich bin ich nur neugierig, wer sich mein Profil anschaut und mich nervts, dass ich die anderen nicht sehen kann…