re:publica XI – Nachlese

Nein, also ich bauch echt kein iPhone (oder iPad). Ich komm auch so gut zurecht. Ist schon okay. Ich kann zwar nicht permanent online sein und debil jede Sekunde meines wertvollen Lebens mit meinen Fettgriffeln auf einem 3,5“ (oder 9,7“) Display rumschmieren. Aber das is echt kein Ding. Ich genieß dafür die Aussicht auf alle um mich herum, die genau das machen, während sich auf der Bühne vorne einer einen abkaspert, der statt seiner Popplets-Präsentation über „virtuelle Relitäten im Kontext Demokratisierung der digitalen Gesellschaft und ihre urheberrechtlich geschützte Klitoris #blöps“ auch viel lieber einfach mal twittern würde, dass der Kaffee unten in der Kalkscheune irgendwie fad schmeckt.

Hätte man sowas früher in der Schule gemacht, gäbs eins hinter die Löffel. „Schüler @moeffju ist unaufmerksam“ steht dann unter ferner liefen im Zeugnis. Zeiten ändern sich. Menschen reale Aufmerksamkeit zu schenken, is voll offline und irgendwie nur was für N00bs.

Hab mich mit meinem Kugelschreiber (also so einen, den man in der Hand hält, zwischen Daumen und Zeigefinger, aus dem zähflüssiges blaues Zeug rauskommt) und meinem Notizblock (ihr wisst schon. Papier und so) dann doch irgendwie unvollständig gefühlt. Konnte so viele RTs und @ schreiben wie ich will. Kam nix von mir an auf der großen Twitterwall im Friedrichstadtpalast an. Schade.

Aber sonst wars echt fein auf der re:publica XI. Der Inder nebenan ist lecker. Das Chicken-Curry mit Mangosoße kann ich sehr empfehlen.