Ab vor die Tür, du rauchender Schuft!

Das wirklich positive an der Heimat im Gegegnsatz zu Hamburg ist das Rauchverbot, das in Hessen schon drei Monate gilt. Endlich kann mann abends ausgehen, gemütlich in einer Kneipe sitzen, ohne danach die Klamotten erst verbrennen und die Asche in ein Säurebad kippen zu müssen, um den Geruch loszuwerden. Man kann sich endlich in sein frischbezogenes, nach Wiesenblumen duftendes Gemach legen, ohne am Gestank der eigenen Haare zu krepieren. Man muss nicht sofort duschen, weil man ausversehen für fünf Minuten ein Restaurant betreten hat. Und dieses Kratzen im Hals und die belegte Zunge sind auch hinfällig, seit dem man einfach nicht mehr stundenlang den Qualm einatmen muss.Nicht falsch verstehen. Ich lass jedem Raucher seine Freiheit. Rauch gerne ab und an selbst eine Zigarette. Aber solang andere Menschen mit hineingezogen und belastet werden, sollte man sich als Raucher doch darauf besinnen, dass es eventuell doch ganz knorke ist, wenn man sich seiner verdienten Sucht draußen hingibt, wo es keinen stört.Man stelle sich nur mal die unsäglichen Freunden vor, die ab jetzt ein Restaurantbesuch birgt. Diese feinen Nuancen aromatischer Düfte und Geschmäcker, die von nun an Nase und Gaumen kitzeln. Fleisch schmeckt plötzlich wieder nach Fleisch. Vegetarische Antipasti Mozarella Panini schmecken plötzlich nach… naja was weiß ich… nach Essen. Der Wein verströmt wieder einen fruchtiges Aroma und ist nicht mehr belegt vom Zigarettenrauch des Sitznachbars. Und das Bier erst. Die Schaumkrone ist plötzlich wieder weiß!Zwischenmenschlich wirds erst richtig super. Zugegeben, man kann jetzt nicht mehr mit dem abgedroschenen „Hast du mal Feuer?“ die Bärenfalle zuschnappen lassen. Jetzt tuts eventuell auch ein „Willst du mal probieren?“ oder ein „Meeensch ist das heiß hier, seit man nicht mehr dauernd wegen dem scheiß Rauch lüften muss!“ (Und runter mit den Klamotten) Man sieht die anderen Gäste nicht wie vorher hinter einem grauen Schleier, sondern kann ganz klar vorselektieren, mit dem man flirtet. Die Böse Überraschung am nächsten Morgen bleibt also auch aus. („Wie deine Augen sind garnicht stahl-grau?!“)Das Rauchverbot bringt also neben gesundheitlicher Vorteile auch Geschmacksästhetik und attraktivere Geschlechtspartner mit sich. Wenn das mal nicht ganz klar für gefälligst draußen rauchen spricht!

Und nebenbei: Ab dem 1. Januar gilt das dann auch alles für Hamburg. Wenn das mal nicht für die Hansestadt spricht! Will zurück. Verdammt!