katholisch und nass

Bayern ist ja schon irgendwie toll. Die Menschen hier sind so katholisch, dass sie in regelmäßigen Abständen eine Pause vom Beichten und Rosenkranz beten brauchen und Feiertage einrichten, die es sonst nirgends gibt – nicht mal in Baden-Württemberg.

Und mir braucht keiner erzählen, dass die Bayern an Mariää Himmelfahrt (So heißt der Tag heute. Kann mich zwar nicht erinnern, wann eine Maria mit zwei ä in den Himmel gefahren ist, aber geht mich auch nix an.) in die Kirche gehen. Gerade dann nicht, wenn es so regnet wie heute. Die sitzen alle zu Hause, schauen Olympia oder spielen Malefiz und Mensch ärgere dich nicht.

So wie ich. Nur dass mich Olympia erst interessiert, wenn die Leichtathleten antreten. Und im Übrigen braucht man für Brettspiele mindestens zwei Menschen. Sonst ist das eine eher fade Angelegenheit. Und da sich in der Wohnung übers Wochenende außer mir nur fünf Lebensmittelmotten befinden, fällt das glaube ich auch flach. Die sind eh irgendwie ungesprächig.

Hach ja, verregnte Wochenenden sind super. Endlich kann man mit gutem Gewissen einfach nichts tun. Der Stress, dass man UNBEDINGT vor die Tür muss, weil man DEM Mann fürs Leben begegnen könnte, fällt auch weg. Der sitzt bei so einem Wetter im besten Fall auch in seiner Wohnung und beobachtet Ungeziefer.