schlecht getroffen

Wenn schon sonst nichts im Leben irgendwelchen Regeln folgt, so kann man sich auf eines immer felsenfest verlassen:

Ein neuer Job in einem Konzern mit mehr als drei Mitarbeitern bedeutet immer, dass man einen Mitarbeiterausweis bekommt. Und das wiederum bedeutet in den meisten Fällen (zumindest bei Unternehmen, die ernsthaft versuchen, das mit der Sicherheit durchzuziehen), das dieser mit einem Lichtbild versehen sein muss.

Und da man man ja nicht vorher ahnen kann, dass dem Unternehmen Fotos ihrer Angestellten auf kleinen Plastikkarten unglaublich wichtig ist, bringt man natürlich kein Vorgefertigtes von zu Hause mit. Keines, das man mühevoll im Passbildautomaten selbst erstellt hat – so eins mit eingezogenen Wangen und Salma-Hayek-tanz-im-Titty-Twister-halbnackt-mit Schlange-auf-dem-Tisch-Blick.

Nein, stattdessen geht man unvorbereitet in ein winziges Büro und will einfach nur einen Pass abholen, der am besten fix und fertig in einer Schublade liegt.

Und da steht sie. Aufgespießt auf einem Plastikgestell und sie starrt einen an. Toll. Erster Gedanke: Scheiß Frisur heute. Zweiter Gedanke: Scheiß Figur seit Jahren.

Setzen, gequältes Lächeln, Knips, vorbei. …Schultern hochgezogen, Mondgesicht, wirklich miese Frisur

Die schlimmsten Bilder sind immer die, über die die Mama Dinge sagt wie: „Also was du immer hast. Das is das hübscheste Bild, das ich seit langem von dir gesehn hab!“ o_O