Wahltag!

Der Süddeutsche Verlag ist nett zu uns Hessen. Zumindest zu solchen, die ein Wochenendeabo haben, so wie ich. Diese und nächste Woche bekomme ich die SZ frei Haus, weil sich Hessen erneut von Wiesbaden aus verarschen lassen darf. Wie bereits im letzten Jahr.

Das traurige: Hier trudelt jeden Tag eine Ausgabe mit den neusten Infos zur Hessenwahl ein und ich les einfach keine einzige, weil ich a) keine Zeit habe (ok, ich könnte in der Zeit, die ich fürs Bloggen aufwende, auch den ein oder anderen Artikel lesen) und b) keinerlei Lust empfinde, mich damit auseinander zu setzen (Pfui schän dich, Möchtegern-Journalist!!).

Ne im Ernst. Ich hab mir letztes Jahr echt Mühe gegeben: hab Wahlprogramme studiert, mich mit den Kandidaten befasst, habe brav mein Kreuzchen gemacht und abends gebannt die Hochgerchnungen im ZDF geschaut. Was hats mir gebracht? Nüschte. Außer Rückerstattung der Studiengebühren, die ich einmalig zahlen musste (ok… das war cool).

Ich fahr nachher zur Stadtverwaltung und gebe meine Stimme ab, weil ich am Sonntag dafür keine Zeit haben werde. Ich bin noch am überlegen. Nur weil TSG einen auf Obama macht, sehe ich mich noch lange nicht genötigt, ihn auch zu wählen. Und Koch? Pffffft.

Entweder ich schreibe ein dickes, fettes „Verarschen könnt ihr euch selbst!“ auf den Wahlzettel oder ich wähle die Piratenpartei – die sind für freies Internet… und so.

Frau Ypsilanti zu Gast

Wie durch ist man eigentlich, wenn man davon träumt, dass Andrea Ypsilanti zu Besuch ist und „nur mal kurz E-Mails checken“ will? Sie setzt sich an den Laptop, als Startseite öffnet sich Die Gosch (was sonst NICHT meine Startseite ist. Das wäre zu viel der Egowichserei) und das Erste, was sie sagt: „Oh, SPD-Rot. Wir haben viel gemeinsam. Wir beide schreiben jeden Tag!“ Dann erzählt sie davon, dass sie Roland Koch nackt am Strand gesehen hat und dass das weiß Gott kein schöner Anblick war. Er hat angeblich mit geschwollenem Kopf „Ach komm, dir gefällt doch, was du siehst“ zu ihr gesagt. Das hat sie dann sofort getwittert. Ich hab mir ein „Und wie groß isser??“ verkniffen und verabschiedete mich wegen eines Termins mit dem WDR. Einen Tag darf ich als Reportagen-Tourist bei „Länder Menschen Abenteuer“ dabei sein. Verstand sie natürlich. „Wählen Sie rot“ waren ihre letzten Worte.

Ich sollte irgend etwas an meinem Lebensstil ändern, damit es nie mehr zu solchen Träumen kommt.