Angriff auf die journalistische Jugend!

Ein Glück gibt es solche netten Dinge wie E-Mail-Verteiler. Regelmäßig flattern Job-Angebote in die Mailbox und tragen dazu bei, dass man doch nicht unter der Brücke schlafen, oder seinen Körper verkaufen muss. Offene Praktikumsstellen in Redaktionen oder Volontariatsangebote sind darunter. Einen solchen Verteiler gibt es auch für meinen Studiengang (zur Erinnerung: es handelt sich um Journalismus).
 
Gestern erreichte mich folgendes:
Wir suchen ab sofort:
10 Aushilfen zur Taubenabwehr und Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners für ganze Tage nach Vereinbarung in Darmstadt und Umgebung.
Der Stundenlohn beträgt 8,00 Euro
Was will uns der Absender damit sagen? Ist das ein dezenter Hinweis, dass wir erst gar nicht erwarten sollen, einen entsprechenden Job nach dem Studium zu bekommen? Will man uns damit schon mal auf die miesen Aussichten nach 2009 vorbereiten? Mehr als Tauben verjagen und Ungeziefer vernichten kommt also nicht?
 
Ist das gar ein versteckter Angriff auf die vierte Macht im Staate, zu der wir einmal gehören sollen? Journalisten spritzen Gift im Wald! Nicht auszudenken was passiert, wenn man das Zeug einatmet! Dumm wird man dann und einem wächst ein drittes Auge! (Was bei dem Beruf per se nichts Schlechtes ist. Drei Augen sehen mehr als zwei…oder so…) Und erst die Kinder! Dieses giftige Zeug, das den Eichenprozessionsspinner töten soll, lagert sich ja im Erbgut ab. Unsere Nachkommenschaft wird also auch verrückt! In meinem Fall wird sie das unweigerlich, aber das mit dem dritten Auge macht mir  Sorgen. Verrückt ja, aber auch noch hässlich?? 
 
Soll eine objektive Berichterstattung in Deutschland mittels erbgutverämdernden Substanzen im Keim erstickt werden? Werden wir Opfer einer Verschwörung? 
 
Ich rufe alle Kommilitonen auf, diesem Jobangebot keinesfalls Folge zu leisten, egal wie dringend ihr Geld braucht! Ihr rennt in euer Verderben und mit euch das ganze Land! 
 
Achso ja… das gilt für die Journalisten. Die PR-Leute dürfen sich gerne melden.