Ün typisch frosösisch Partí

Ich hab ja schon ziemlich alberne Vorurteile über Franzosen. Ich war erst zwei Mal im Land. Einmal in Strasbourg und das andere Mal in Paris über Silveser 2006 (Davon weiß ich allerdings nicht mehr viel). Ich durfte auch nie Französischunterricht im der Schule genießen. Habe mich fleißig ach Jahre Lang mit Latein rumgeschlagen und bin deshalb frei von jeglicher Beeinflussung durch Lehrerinnen mit Pagenfrisur (In meiner Phantasie haben die immer den Haarschnitt von Amélie Poulain …und eine Brille auf der Nasenspitze). Auch wurde ich nie in einen Bus gezwängt und auf Austauschfahrt in die Provence verfrachtet, um „Land und Leute besser kennenzulernen“. Ich kann mich also ganz und gar auf meine völlig unqualifizierte und unfundierte Meinung stützen:Franzosen haben für mich immer eine Kopfbedeckung auf. Sei es eine Baskenmütze, einen Asterix-Helm mit Flügeln an der Seite, oder eine rote Mütze wie sie Jacques Cousteau und seine Crew getragen haben. Außerdem essen Franzosen ständig selbstgemachte Quiche lorraine und Crepes und trinken dazu billigen Champagner aus Plastik-Sekt-FlötenMusikalisch sind unsere Nachbarn in den 90ern hängengeblieben. Irgendwo zwischen Bravo Hits 27 und Liquido. Gegen letztes ist per se nichts einzuwenden, aber ist schon langsam echt viel zu alt, um noch als akustischer Lichtblick auf einer Party zu gelten. Alles Electro-Pop-Charts-Partykracher-Fetenhits-Rock-KateRyan-Volksmusik-Techno-Blackmetal-MirahCarey-Scheiß. (Und einmal „Seven Nation Army“ zu spielen, macht das auch nicht wieder gut!!!) Dazu tanzen sie dann. Ausgelassen. Als obs nichts besseres gäb.Der Franzose an sich bietet ganz natürlich – quasi im Frosösisch-Rundum-Paket inbegriffen – einen French Kiss an und säuselt dann mit typischem Akzent „Isch kann ganz dreckische frosösische Sache mit dir mache. Also alte disch fern von mir, Mon Cherie!“ Aähhh, ja ne is klar. Puh schon so spät. Zeit, nach Hause zu gehen.Und was soll ich sagen… Alle Vorurteile bestätigen sich. Zumindest auf Erasmus-Partys.