Ä(h) Neu Kölln

Ich mag Neu Kölln. Nach vier Tagen in Berlins wildem Süden muss ich wirklich sagen, dass ich schon schlimmere Viertel gesehen habe. Es gibt Straßen. Und Ampeln. Und sieben Döner-Männer auf dem Weg von der Wohnung zur U-Bahn (ca. 300 Meter). Der Konkurrenzdruck lässt die Preise auf unglaubliche 1,50 Euro pro Mahlzeit fallen.

Leider sind die Döner-Männer in Berlin so pervers und machen saure Gurken ins Brot. Saure Gurken! Ich esse saure Gurken nur, wenn ich hormonelle Schwankungen habe oder wenn ich bei McDonalds einen Cheeseburger bestelle und zu besoffen bin, um die Dinger runterzupopeln. Aber nie im Döner! Das ist genau so pervers wie Marmeladenbrot mit Käse oder Pommes mit Mayo. o_O

Aber egal wie’s schmeckt, Neu Kölln ist wirklich nett. Ich bin drei Mal mit Essen in der Hand die Straße entlang gelaufen und jedesmal hat mir ein Mann einen Guten Appetit gewünscht. (Also nicht immer der Gleiche. Das wär seltsam.) Ich muss wahnsinnig sexy aussehen, wenn ich in einen Döner beiße (ganz besonders, wenn mir Brocken aus dem Mund fallen, während ich „Danke“ hinterher rufe)… oder mir ist Soße das Kinn runtergelaufen. Man wird es nie erfahren.

Und beste Art in Neu Kölln in adäquater Umgebung (nicht nur an Silvester) sehr arg abzustürzen: Das Ä. I’ll be back. Muha.