Rosa Elefanten

Einfaches psychologisches Spielchen, das man noch aus der Grundschule kennt.Eine Bitte: NICHT an einen rosa Elefanten denken! Auf keinen Fall an einen pinknen Dickhäuter denken, der sich genüsslich schmatzend durch den indischen Dschungel mampft oder der sich mittels Rüsselfontäne nebst seiner rosa Sippe in einem Tümpel erfrischt.Na? An was denkt man? Höchstwahrscheinlich an einen rosa Elefanten. Ist nämlich alles Humbuk. Das Vorhaben nicht an etwas zu denken, zwingt das menschliche Gehirn dazu, gerade dann genau daran zu denken.Das kleine Experiment funktioniert natürlich auch mit anderen Dingen, die man aus dem Gedächtnis streichen will. Während wichtiger Prüfungen etwa: Nein, du denkst jetzt nicht daran, wie gut es wär bei dem Wetter einfach auf der Wiese draußen zu sitzen und ein Bier zu trinken! Oder bei einer Diät: Denk auf keinen Fall an den Kühlschrank oder an Schokolade! Liste ließe sich beliebig erweitern.Ergo: Man kann nicht auf Kommando nicht an etwas denken.Mir war übrigens nicht klar, dass rosa Elefanten eine so tragende Rolle in der jüngeren Geschichte des gesellschaftlich-akzeptierten Alkoholkonsums spielen. Wenn das mal kein Wink mit dem Zaunpfahl ist.

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So was macht man denn so Schönes an einem Samstagmorgen so ab halb sechs, an dem man eigentlich vor 11 hauptsächlich davon träumen wollte?Tja man hat da tendenziell viele Möglichkeiten… ABER DAS KANN MAN JA ALLES NUR MACHEN, WENN MAN ALLEINE IN DER WOHNUNG WÄRE!!!Stattdessen liegt man sehr debil mit Sabber am Mundwinkel auf dem Bett und siniert darüber, dass es mal wieder Zeit für „Premiumcontent“ wäre, wie es nette Kulturredakteure nennen. So schmiedet man in Gedanken ein paar Themen und Sätze für den Blog und verwirft einige wieder, weil mal damit auch richtiges Geld in der Lokalzeitung zu Hause verdienen könnte. Vorausgesetzt man hätte wirklich Lust, den unendlichen Scheiß, den man im Kopf hat, abzuschalten und zur Abwechslung wieder Sinnsolles zu schreiben, das sich auch wirtschaftlich irgendwie rentiert.Natürlich macht mans ich dann im Morgengrauen noch so seine Gedanken drüber, wer diesen Unsinn hier eigentlich nicht liest. Mittlerweile kenn ich echt zu viele, die das hier kennen. Wenn eine Chat-Konversation etwa so abläuft:– naaa?! über nora tschirners perfekte brüste hinweg gekommen?- haha spanner! ;)- exhibitionistin! 🙂
Und einem dann etwa 40 Minuten später gesagt wird, dass nach mir googeln wirklich aufschlussreich ist (Naja… wenn schon scheiße, dann richtig *g*), sind solche Gedanken auch durchaus legitim. Bin mal gespannt wann der Moment kommt, an dem ich endlich begreife, dass das Internet echt nicht zum Spaß da ist. Vermute mal erst dann, wenn ich die erste Jobabsage bekomme, weil man nach mir gegoogelt hat. Wie gut, dass ich noch ne Weile studiere.

So wenn man sich das böse Internet mal wieder so richtig arschig geredet hat, kann man ja auch mal (mittlerweile um 6 Uhr morgens) Einkaufslisten für Fressorgien, die erst in zwei Tagen stattfinden, schreiben. Im Dunkeln versteht sich. Wenn man das Licht anmacht, kann man das weiterschlafen ja komplett vergessen. Nur dumm, dass man sich grundsätzlich etwas anziehen sollte, wenn man das Zimmer verlässt und über den Flur geht, weil MAN IST JA NICHT ALLEIN ZU HAUSE!! und die Klamotten nicht findet.Jetzt ist das Licht an.Ach ja: Und DAS is witzig.