Tod und Verderben in Ecuador

Ich hab Ecuador überlebt! Dieses kleine, rückständige Land ohne Infrastruktur. Wo Strassen nur schlammige Trampelpfade sind, gerade so breit, dass eine Eselskutsche (das Hauptverkehrsmittel hier) Platz hat.

Trotzdem gibt es Busse, sie sich auf lange Strecken über die Matschwege wagen. Das ist gefährlich. Bei monsunartigen Regenstürmen, wie es sie hier fast im Stundentakt gibt, werden die Busse nämlich wie Spielzeuge über Klippen in tausende Kilometer tiefe Schluchten geschleudert und zerschellen am blanken Fels. Leitplanken gibt es keine. Jeden Tag sterben so hunderte Menschen! Ecuador kann bald einpacken.

Und wenn die Leute hier nicht so ums Leben kommen, dann sterben Sie einen qualvollen Unfalltod bei riskanten Fahrmanövern: Überholen auf gerader Strecke ohne Gegenverkehr zum Beispiel. Das müssen die Busse hier nämlich, weil sie keine Bremsen haben. Um die Geschwindigkeit zu drosseln, helfen alle Fahrgäste mit und halten wie bei alten Galeeren riesige Ruder aus den Fenstern, mit denen Sie durch den zähen Schlamm pflügen bis der Bus endlich steht. Der Bremsweg ist entsprechend lang und wenn man Pech hat, stürzt man dabei bereits erwähnte Klippen hinunter.  Dass die Busfaher natürlich dauernd besoffen sind, muss ich nicht extra noch erwähnen.

Ausserem  rauben sie dann, selbst schwer verletzt, die toten Passagiere in den Schluchten aus und verschachern deren Organe an die Russenmafia. Von dem Geld kaufen sie Kokain, das sie dann wieder teuer auf dem Schwarzmarkt verschachern, um das Schutzgeld für ihe Familien an die Guerrilla in Südkolumbien zu bezahlen.

Oben im Bild das Instrument des Todes: Ein Bus in Ecuador. Und hier die nicht vorhandene Leitplanke
PICT0003

 

 

 

 

 

 

 

 

Schönen Gruss an daheim: Man kann sich auch gut selbst verrückt machen.