Der Honey-Lemon-Vorfall

Eineinhalb Jahre hat es gedauert bis ich endlich darüber schreiben kann. Über das, was in einer eiskalten Mainacht in der kanadischen Wildnis geschehen ist. Der Schrecken steckt uns noch immer tief im Mark. Heute, endlich, kann ich offen sagen, was ich damals wie heute über die Geschehnisse denke.

Auf Bärensafari in Transsilvanien

Braşov: km 2470

Versetzten wir uns einmal in die Lage eines gewöhnlichen Braunbären. Etwa einszwanzig hoch, zwei Meter lang, dunkelhaarig, Single, bisschen eigensinnig. Wir nennen ihn Viorel, typisch rumänisch. Stellen wir uns also vor, Viorel sitzt eines sonnigen Morgens irgendwo im Wald südlich von Braşov in Transsilvanien. Er hat gerade gefrühstückt, vermutlich Wühlmäuse, lahme Eichhörnchen aber vornehmlich Wurzeln. Er muss auf seine Linie achten, denn er hat ordentlich zugelegt über den Winter. Viorel sitzt also rum, lässt sich die Sonne auf den Pelz scheinen, kratzt sich am Hintern und puhlt in den Zähnen. Ihm geht’s gut, nichts stört. Aber dann…