Bananenmilch plus

Immer wieder faszinierend, was für unglaublich dumme Sachen man als eigentlich einigermaßen intelligenter Mensch machen kann.

Es begann mit dem Gedanken an Bananenmilch. Bananen waren da, Milch auch, Mixer steht im Schrank. Beste Vorraussetzungen also. Nur dieses kleine Plastikaufsatzdingsbums, das noch in den Mixerdeckel gehört, damit nichts spritzt, war nicht zu finden. Egal. Geht schon. Knüllt man halt Alufolie zusammen und bastelt sich was Nützliches.
Also Banenenstückchen rein, Milch dazu und Knopf drehen. Warnleuchte blinkt. Egal. Geht schon. Nochmal drehen und ab geht die Fahrt. Stottert ein bisschen… laut wirds auch… kracht ein wenig. „Hmm scheinen irgendwie harte Bananen zu sein“, waberts als ein in dem Moment völlig normaler Gedankengang durch die Gehirnwindungen.  Schrapp, krach, knarz. Es dämmert. Da war der Aufsatz also…

Normale Menschen würden die Plastik-Bananenmilch wegkippen und es gut sein lassen. Ich hingegen starte Widerbelebungsversuche und Vertuschungsaktionen. Die Milch wird durchgesiebt, das Bananenschlonzplastiksplittergemisch im Sieb wird betrauert und dann schweren Herzens weggeschmissen. Heimlich. Ist ja nicht mein Mixer. Bis ich eine eigene Küchenmaschine besitze, müssen noch viele Jahre spießerfrei ins Land ziehen.
Damit die Obrigkeit nichts merkt, stopf ich Küchenpapier über das Malheur im Mülleimer. Und sollte irgendwann mal die Frage aufkommen, wo denn der Antispritzplastikaufsatz für den Mixer abgeblieben ist, werde ich souverän „Öh was fürn Ding? Keine Ahnung“ sagen und schnell verschwinden. 

Meine Damen und Herren, sie haben es mit einer erwachsenen Frau mit bald abgeschlossenem Studium zutun. Nehmen sie bitte Rücksicht und geben sie ihr keine Wertgegenstände in die Hand. Sie könnten Schaden nehmen.