{"id":7542,"date":"2015-04-27T19:36:27","date_gmt":"2015-04-27T07:36:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pia-roeder.de\/?p=7542"},"modified":"2015-04-27T19:36:27","modified_gmt":"2015-04-27T07:36:27","slug":"thailand-kohlipe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/thailand-kohlipe\/","title":{"rendered":"\u201eChill the f*ck out!\u201d"},"content":{"rendered":"<p>Sand wie Weizenmehl Type 405, Palmen, die waagrecht wachsen. Es gibt einen Ort auf der Zwergen-Insel Koh Lipe, an dem man das Gef\u00fchl hat, man sei der einzige Mensch hier. Der ist ganz hinten, \u00fcber den Buckel und dann links.<\/p>\n<p><strong>Koh Lipe, Kilometer 5.900<\/strong><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Die F\u00fc\u00dfe sacken in den Sand beim Sprung ins Badewannenwarme Wasser. Ein bulliger Mann, der aussieht wie ein Russe aber spricht wie ein Italiener, reicht mir meinen Rucksack vom Boot. Auf einmal 20 Kilo mehr, die F\u00fc\u00dfe sacken tiefer.<\/p>\n<p>Vor gerade mal zehn Minuten hat es noch rot ged\u00e4mmert. Jetzt funkeln die Lichter der Strandbars. Es ist Sonkran, das Festival zum thail\u00e4ndischen Neujahr. \u00dcberall im Land liefern sich Leute Wasserschlachten mit Superblastern. Und hier? Vielleicht morgen. Oder gar nicht. Ganz sicher nicht heute Abend.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag beginnt sp\u00e4t. Eine schlaflose Nacht in Georgetown, ein fr\u00fcher Bus nach Thailand und Seegang hinterlassen Spuren. Ich bin wirklich keine 20 mehr. Das glei\u00dfende Sonnenlicht auf l\u00e4cherlich wei\u00dfem Sand brennt Nachbilder auf die Netzhaut. Am Strand brutzeln komat\u00f6se K\u00f6rper dem sicheren Hautkrebs entgegen. Es gibt Kokosnuss on the Rocks. Mein Leben ein Postkartenmotiv.<\/p>\n<p>Benommen schlage ich mich in die B\u00fcsche hinter dem Daya Resort, ganz am Ende on Pattaya Beach. Ein Pfad f\u00fchrt mich vorbei an den H\u00fctten der Inselbewohner, oder des Personals. Macht keinen Unterschied. Oben angekommen zeigt ein selbstgemaltes Schild den Weg \u00fcber einen Schotterplatz zum \u201eBest Sunset on Lipe\u201c.<\/p>\n<p>Ein paar Meter bergab \u00fcber Steine und Wurzeln, und ich sacke in den Sand. \u00dcber mir baumelt ein Windspiel aus aufgef\u00e4delten Korallen. Ein Streuner legt sich l\u00e4ngs an mein Bein. Vermutlich voller L\u00e4use. Auch egal. Ich bin m\u00fcde.<\/p>\n<p>\u201eGo to Koh Lipe and chillt he f*uck out\u201c, hat der Inder, von dem ich den Namen vergessen habe, in Georgetown gesagt.<\/p>\n<p>Okay. Check.<\/p>\n<hr \/>\n<span class=\"label label-danger\">Info<\/span>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Koh Lipe ist ein ruhiges Fleckchen Land ganz im S\u00fcden des Inselarchipels vor der Westk\u00fcste Thailands. Ein teures Fleckchen, denn alles kostet doppelt so viel wie \u00fcberall sonst. Paradoxerweise angeblich wegen der vielen asiatischen Touristen, die die Preise hochtreiben.<\/p>\n<p>1,5 Stunden braucht das Schnellboot von Pak Bara. Einen Pier gibt es nicht. Das Boot legt 100 Meter vor dem Strand an einer schwimmenden Plattform an, ans Ufer kommt man mit dem Longtailboot \u2013 f\u00fcr 70 Baht. Der R\u00fcckweg kostet nur 50.<\/p>\n<p>Von Lipe f\u00e4hrt <a title=\"tigerline.com\" href=\"http:\/\/www.tigerlinetravel.com\/\" target=\"_blank\">Tigerline<\/a> quer durch die Adaman See nach Hat Yao auf dem\u00a0Festland. Das Boot, wohl Secondhand aus Griechenland, darf man sich nicht genauer anschauen. Das bisschen Rost &#8230; Es rumpelt und poltert und mitten auf See geht der Motor aus. Keine Panik, wird schon schief gehen. Mit ein bisschen Gl\u00fcck ist man drei Stunden sp\u00e4ter wieder auf dem Festland. Naja ok, vier Stunden. Vielleicht f\u00fcnf.<\/p>\n<p>An beschriebenen Strand kann man \u00fcbrigens auch campen. f\u00fcr 500 Baht im gemieteten Zelt, f\u00fcr 300 im eigenen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/d\/embed?mid=zAHtKtVbk9A4.kVTU7dzQaV3I\" width=\"750\" height=\"350\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sand wie Weizenmehl Type 405, Palmen, die waagrecht wachsen. Es gibt einen Ort auf der Zwergen-Insel Koh Lipe, an dem man das Gef\u00fchl hat, man sei der einzige Mensch hier. Der ist ganz hinten, \u00fcber den Buckel und dann links. 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