{"id":698,"date":"2008-06-18T17:09:56","date_gmt":"2008-06-18T15:09:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pia-roeder.de\/?p=698"},"modified":"2008-06-18T21:49:01","modified_gmt":"2008-06-18T19:49:01","slug":"rumgepimmel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/rumgepimmel\/","title":{"rendered":"Rumgepimmel"},"content":{"rendered":"<p>Nein, wird garnicht so niveaulos wir der Titel vermuten l\u00e4sst. Es geht eigentlich eher um die Sch\u00f6nheit und um die Klangfarbe seltsam-interessanter W\u00f6rter.\u00a0<\/p>\n<p>Ich hab mir im vergangenen halben Jahr zur Angewohnheit gemacht, mir W\u00f6rter in ein kleines, rotes Buch zu notieren, die ich irgendwie gut finde. Einfach W\u00f6rter, \u00fcber die ich in Artikeln stolpere oder die ich beil\u00e4ufig im Gespr\u00e4ch h\u00f6re. Die schreib ich mir auf. Man kann ja nie wissen, f\u00fcr was man sie noch mal gebrauchen kann. Irgendwann. Wenn man mal einen Job hat. Oder einfach auf ner Party mit lustigen Gespr\u00e4chen dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen will, dass man NICHTS erreicht hat. Ja \u00e4hm, egal.\u00a0<\/p>\n<p>Also zur\u00fcck zu den interessanten Ausdr\u00fccken. Zugegeben, so unglaublich viel steht \u00a0noch nicht in dem Buch. Eine Seite ist vollgeschrieben. &#8222;Grober Unfug&#8220; steht da zum Beispiel. Lieblingsausdruck des Ex-najaalsof\u00fcrsheiratenhatsirgendwieniegereichtaberliebwarerja-Freundes. Oder &#8222;Nota bene&#8220; &#8211; wohlgemerkt. Das hat \u00a0mal in irgendeinem SZ-Artikel gestanden. Und pl\u00f6tzlich sa\u00df ich wieder im Lateinunterricht und dachte leise &#8222;h\u00e4?!&#8220;. Hach ja&#8230; damals. &#8222;Firlefanz&#8220; ist auch ganz toll. &#8222;Hochjazzen&#8220;&#8230; HOCHJAZZEN! Keine Ahnung was vor f\u00fcnf Wochen bei\u00a0Deutschlands\u00a0Journalisten im Kopf los war, aber ich hab das Wort innerhalb von sieben Tagen einmal im Spiegel, in der SZ und in der Zeit gelesen. Find das Wort eigentlich doof, aber habs mal notiert. Man wei\u00df ja nie.<\/p>\n<p>In den letzten Tagen begegnen mir zunehmend seltsamere Worte. Ein Kumpel verwendet &#8222;rumpimmeln&#8220; fast t\u00e4glich. Ich kannte den Ausdruck vorher nicht, hei\u00dft aber so viel wie: &#8222;Oh mein Gott, wie k\u00f6nnen mir Menschen nur so wahnsinnig auf den Sack gehn und es nicht mal merken!!!&#8220; War ja erst skeptisch, aber irgendwie mag ichs. Gibt so ein paar Worte, bei denen ich erst ein bisschen brauche, bis ich mich mit ihnen angefreundet habe. &#8222;Prall&#8220; zum Beispiel. SOFORT eine Penis-Assoziation. Oder &#8222;Ficken&#8220;. Gott wie ich das Wort gehasst habe! Bin eher so der &#8222;V\u00f6gel&#8220;-Mensch. Ficken. Pf. Klingt so&#8230; abwertend. Allein von der Lautmalerei her. Keine Melodie. Aber je \u00f6fter man so dran denkt wird das Wort an sich immer attraktiver. Ficken&#8230; mhh&#8230;<\/p>\n<p>Ach jetzt wurde das doch genau so niveaulos wie im Titel angek\u00fcndigt. Naja egal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nein, wird garnicht so niveaulos wir der Titel vermuten l\u00e4sst. Es geht eigentlich eher um die Sch\u00f6nheit und um die Klangfarbe seltsam-interessanter W\u00f6rter.\u00a0 Ich hab mir im vergangenen halben Jahr zur Angewohnheit gemacht, mir W\u00f6rter in ein kleines, rotes Buch zu notieren, die ich irgendwie gut finde. Einfach W\u00f6rter, \u00fcber die ich in Artikeln stolpere oder die ich beil\u00e4ufig im Gespr\u00e4ch h\u00f6re. Die schreib ich mir auf. 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