{"id":484,"date":"2008-01-20T21:46:48","date_gmt":"2008-01-20T20:46:48","guid":{"rendered":"http:\/\/diegosch.wordpress.com\/?p=63"},"modified":"2008-01-20T21:46:48","modified_gmt":"2008-01-20T20:46:48","slug":"ein-schlechtes-und-ein-gutes-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/ein-schlechtes-und-ein-gutes-ende\/","title":{"rendered":"Ein schlechtes und ein gutes Ende"},"content":{"rendered":"<p>Ich mags nicht, wenn Dinge zu Ende gehen. Generell. Sobald der L\u00f6ffel  auf dem Becherboden kratzt, wei\u00df ich, dass in naher Zukunft auch der Pudding pass\u00e9 sein wird. Genau so verh\u00e4lt es sich mit dem Lesen. Es ist schade, wenn B\u00fccher langsam ausklingen. Da war man eben noch in der spannenden Geschichte, in die man sich geschmuggelt hat. Und dann ist die pl\u00f6tzlich aus &#8211; vorbei. Ein kleiner Teil des Alltags ist dann weg. Ein bisschen so als ob ein Goldfisch stirbt. Man hatte ihn nicht lang, er war da und man hatte seine Freude an und mit ihm. Lebensmittelpunkt war er nie, aber das Gef\u00fchl ist trotzdem seltsam, wenn man ihn dann das Klo runtersp\u00fclen muss. Genau so f\u00fchlt man sich, wenn man ein Buch zur\u00fcck ins Regal stellen muss. Nur, dass es danach nicht zu Kl\u00e4rschlamm wird. Habe gerade f\u00fcr <a target=\"blank\">dieses Buch<\/a> die Sp\u00fclung gezogen. Schade.Ein gutes und vollends zufriedenstellendes Ende ist indes das Fertiglesen eines Magazins, das einen nicht interessiert. <a href=\"http:\/\/diegosch.twoday.net\/stories\/3139560\/\" target=\"blank\">Damals vor einem Jahr<\/a> war man zu nett und zu naiv, um der Dr\u00fcckerkollonne einen Tritt in den Allerwertesten zu verpassen, als die die arme Drogenjunkie-Geschichte an der Haust\u00fcr ausgepackt haben. Also qu\u00e4lt mich noch 49 Wochen ein Abo, das ich nicht haben will.Ich wei\u00df, ich tu so als sei ich Journalistin und sollte den Spiegel fressen und jeden Text auswendig lernen. Ich sollte ihn anbeten, von ihm tr\u00e4umen und ihn unter mein Kopfkissen legen und die wohlige W\u00e4rme, die von ihm ausgeht, genie\u00dfen. Aber 88 Prozent der Themen interessieren mich einfach nicht. Die wenigen Texte, die mich k\u00fcmmern, les ich auch gerne, eine Frage, aber den Rest&#8230; . Dennoch bin ich tapfer und les das Heft vom Anfang bis zum Ende. Nicht weil es Spa\u00df macht, sondern weil das verdammte Abo 45 Euro im viertel Jahr kostet!!!So schmunzel ich halb angewidert \u00fcber die Arroganz, mit der sich das Heft anma\u00dft, sich im &#8222;Hohlspiegel&#8220; auf der letzten Seite \u00fcber andere Publikationen lustig zu machen. Dann segelt die Ausgabe geschmeidig in den Papierkorb. Ein Magazin geht zu Ende. Das Gef\u00fchl ist unbeschreiblich sch\u00f6n&#8230;Wenn man nicht w\u00fcsste, dass morgen schon die n\u00e4chste Ausgabe im Briefkasten liegt.<i>F\u00fcr den unwahrscheinlichen Fall, dass jemand vom Spiegel das hier liest und irgendwann mal in Erw\u00e4gung gezogen hat, mir eine Zusage f\u00fcr ein Praktikum zu schicken, aber dann meine Bewerbung doch lieber an den Kollegen vom ManagerMagazin weitergeleitet hat, der mir dann <strike>gottseidank<\/strike> abgesagt hat (warum auch immer??!!!): Wir wissen beide, dass ich nicht die richtige Frau f\u00fcr euch bin. Nichts f\u00fcr ungut.<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich mags nicht, wenn Dinge zu Ende gehen. Generell. Sobald der L\u00f6ffel auf dem Becherboden kratzt, wei\u00df ich, dass in naher Zukunft auch der Pudding pass\u00e9 sein wird. Genau so verh\u00e4lt es sich mit dem Lesen. Es ist schade, wenn B\u00fccher langsam ausklingen. Da war man eben noch in der spannenden Geschichte, in die man sich geschmuggelt hat. Und dann ist die pl\u00f6tzlich aus &#8211; vorbei. Ein kleiner Teil des Alltags ist dann weg. Ein bisschen so als ob ein&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[126,386,402],"class_list":["post-484","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unter-ferner-liefen","tag-ende","tag-spiegel-abo","tag-teuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/484","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=484"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/484\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=484"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=484"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=484"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}