{"id":397,"date":"2007-09-27T14:45:19","date_gmt":"2007-09-27T13:45:19","guid":{"rendered":"http:\/\/diegosch.wordpress.com\/?p=153"},"modified":"2007-09-27T14:45:19","modified_gmt":"2007-09-27T13:45:19","slug":"studieren-ein-leben-lang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/studieren-ein-leben-lang\/","title":{"rendered":"Studieren ein Leben lang"},"content":{"rendered":"<p>So nach drei Monaten gesetzm\u00e4\u00dfiger Arbeit from nine to five, (oder eher to six or sometimes auch to seven) bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Studieren (meine empfindlichen Leser m\u00f6gen den Ausdruck entschuldigen) schei\u00dfegeil ist.<\/p>\n<p>Was gibt\u2019s sch\u00f6neres als morgens aufzuwachen, kurz einen Gedanken an die erste Vorlesung Medienrecht oder Business-Englisch zu verschwenden und sich dann einfach wieder umzudrehen. Muss jetzt noch nicht sein. Was solls.<\/p>\n<p>Doch selbst wenn man sich entschlie\u00dft in die Uni zu fahren, hat man einen ganzen Tag nicht enden wollenden Spa\u00df vor sich. Man lungert entweder auf von unz\u00e4hligen Hintern breitgesessenen Sofas herum, schl\u00fcrft in der Kaffeecke das ein oder andere Bierchen oder sitzt dann doch mal in der Vorlesung vor einem sehr schmalen Tisch und spielt mit dem Banknachbar Schiffeversenken oder Bullshit-Bingo.<\/p>\n<p>Zu Hause l\u00e4dt man sich dann die Scripte der nicht wahrgenommen (ob nun anwesend oder nicht) Vorlesungen vom so genannten Blackboard, geht es in aller Muse mal durch und besch\u00e4ftigt sich dann mit dem eigentlich Interessantem und Erquickendem (Menschen, die mich kennen, wissen dass ich das ernst meine):<br \/>\nMan bereitet schon mal alles f\u00fcr die Pr\u00e4sentation in sechs Wochen vor. Zum Beispiel mit dem sch\u00f6nen Thema <i>&#8222;Studie des kognitiven Leseverhaltens zielgruppenrelevanten Rezipienten im Zusammenhang mit medien\u00f6kologischen pull-down Strukturen am Beispiel Bertelsmann&#8220;<\/i>.<\/p>\n<p>Vorbereiten hei\u00dft: Das Layout der Pr\u00e4sentation basteln, Farben w\u00e4hlen, stundenlang \u00fcber die richtige Type nachdenken, K\u00e4stchen nach links schieben. Oder n\u00e4\u00e4, doch lieber wieder nach rechts. Und das Men\u00fc soll wohin?! Hach, immer diese Entscheidungen.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n ist das. K\u00f6nnt ich ein Leben lang machen. Einfach studieren, Wissen aneignen, den Tag mit Menschen verbringen, von denen man kein Geld bekommt, damit man mit ihnen Lebenszeit teilt. Generell leben. Also nicht neun Stunden lang den Hintern mit Absicht breitsitzen, um dann abends die letzten Kr\u00e4fte zu sammeln den Fernseher anzuschalten und dann nach gerade mal 32 Minuten davor einzuschlafen.<\/p>\n<p>Wenn das mit den Studiengeb\u00fchren nicht w\u00e4re, w\u00fcrde ich mich nicht ungern \u00fcberreden lassen nicht bis 2009 sondern bis mindestens 2015 zu studieren. Erst Online-Journalismus fertig machen. Dann eventuell Tourismusmanagement, vielleicht vergleichende Literaturiwssenschaften, Baumkunde, Skandinavistik, Agribusiness, Jiddistik, Saiteninstrumente (Kontrabass), Papyrologie, Holzbl\u00e4ser, Ver- und Entsorgungstechnik, Malerei. Irgendwas. Welt ist voller interessanter Wissensgebiete.<\/p>\n<p>Muss nur noch einen Finanzplan ausarbeiten. Dann geht\u2019s los.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So nach drei Monaten gesetzm\u00e4\u00dfiger Arbeit from nine to five, (oder eher to six or sometimes auch to seven) bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Studieren (meine empfindlichen Leser m\u00f6gen den Ausdruck entschuldigen) schei\u00dfegeil ist. Was gibt\u2019s sch\u00f6neres als morgens aufzuwachen, kurz einen Gedanken an die erste Vorlesung Medienrecht oder Business-Englisch zu verschwenden und sich dann einfach wieder umzudrehen. Muss jetzt noch nicht sein. Was solls. 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