{"id":383,"date":"2007-09-13T13:49:46","date_gmt":"2007-09-13T12:49:46","guid":{"rendered":"http:\/\/diegosch.wordpress.com\/?p=168"},"modified":"2007-09-13T13:49:46","modified_gmt":"2007-09-13T12:49:46","slug":"zunkunftsplanung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/zunkunftsplanung\/","title":{"rendered":"Zunkunftsplanung"},"content":{"rendered":"<p>In den 20ern darf man sich getrost ein wenig Gedanken dar\u00fcber machen wie man sein zuk\u00fcnftiges Leben fristen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Ist man eher die toughe Karrierefrau, die nichts mehr anmacht als morgens um sechs unter einer eiskalten Dusche zu stehen, um dann einen Flick Flack durchs Zimmer zu machen, um dann beherzt in den Hosenanzug zu springen und eine Stunde sp\u00e4ter am Schreibtisch zu sitzen. Kaffe schl\u00fcrft man aus dem stylishen Coffee-to-go Beh\u00e4lter aus Edelstahl, den es irgendwann mal bei Tchibo f\u00fcr 7,99 gab und st\u00e4ndig klingelt das Handy, das Blackberry oder die Sekret\u00e4rin. Klischeehaft legt man die F\u00fc\u00dfe auf den Schreibtisch und fl\u00f6tet mit s\u00fcffisantem L\u00e4cheln ins Telefon, dass man das Projekt so schon gleich gar nicht aufziehen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Oder steht man eher darauf sich von Hartz IV finanzieren zu lassen, den ganzen Tag im Bett rum zu liegen und sich zu denken, dass Arbeit ja irgendwie doch nicht so das Richtige sei, weil langweilig und zeitraubend. Hatte gestern aus krankheitsbedingten Gr\u00fcnden Gelegenheit mich ein wenig in diese Lebensauffassung einzuf\u00fchlen. Habe den kompletten Tag in der Koje verbracht und mich von miesem Fernsehprogramm berieseln lassen. War nicht so \u00fcbel wie man denken mag, aber nichts f\u00fcr ein ganzes Leben. Allein schon deshalb, weil man aus Langeweile mehr essen zu sich nimmt, als n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Sicher es gibt auch ein Mittelding. Fester Angestellten-Job mit geregeltem Einkommen. Arbeit from nine to five. Standard.<\/p>\n<p>Bisher dachte ich dass ich eher Typ eins bin. Immer unter Strom, immer m\u00f6glichst weit oben und m\u00f6glichst erfolgreich. Hartz IV ist ein netter Gedanke und da nur 4 Prozent der Empf\u00e4nger Akademiker sein sollen (Quelle dazu ist mir entfallen. Man glaube mir einfach mal blau\u00e4ugig), muss man ja irgendwie den Schnitt heben. Aber objektiv betrachtet auch nicht das Wahre.<\/p>\n<p>Meine Ambitionen sind im Moment viel radikaler. Business, Karriere inklusive auf dicke Hose machen (auch ohne Hartz IV bedingte Langweile-Fressorgien) sind nichts f\u00fcr mich wie ich unl\u00e4ngst feststellte und deshalb sympathisiere gerade sehr stark mit bis dato mir unbekannten Gedanken: Mit Ende 20 eine Familie gr\u00fcnden und m\u00f6glichst weit weg auswandern. Irgendwohin wo es ruhig ist. Haus am See in Kanada oder Skandinavien oder eine Ranch in Argentinien. Hauptsache weit, weit weg. Familie, Hund, lecker kochen, Garten pflegen, Campen, wenns beliebt, ab und zu was Nettes f\u00fcr Magazine schreiben. Jack-Wolfskin-Outdoor-Familien-Romantik. Dabei war ich bisher der festen \u00dcberzeugung, niemals heiraten zu wollen oder mich auch nur irgendwie fest zu binden. Geschweige denn Kinder auch nur im Radios von 15 Metern an mich heran zu lassen.<\/p>\n<p>Ist das nun eher die Reife des Alters, Resignation vor dem Beruf, den man dummerweise gew\u00e4hlt hat in dem wahnwitzigen Gedanken, dass es das Richtige sei, oder ist das einfach nur spleenig?!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den 20ern darf man sich getrost ein wenig Gedanken dar\u00fcber machen wie man sein zuk\u00fcnftiges Leben fristen m\u00f6chte. 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