{"id":373,"date":"2007-08-31T13:59:26","date_gmt":"2007-08-31T12:59:26","guid":{"rendered":"http:\/\/diegosch.wordpress.com\/?p=179"},"modified":"2007-08-31T13:59:26","modified_gmt":"2007-08-31T12:59:26","slug":"bloggerlust-und-bloggerfrust","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/bloggerlust-und-bloggerfrust\/","title":{"rendered":"Bloggerlust und Bloggerfrust"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin recht unzufrieden mit der Situation, dass ich so selten blogge, obwohl es wei\u00df Gott genug g\u00e4be wor\u00fcber es sich lohnen w\u00fcrde einen kleinen s\u00fcffisanten Beitrag zu verfassen. Allerdings geht es mir gewaltig auf die Nerven, dass ich mir gewisserma\u00dfen eine Selbstzensur auferlege. Zum einen in dem wissen, dass die ganze Welt mitliest und zum anderen in dem Wissen, dass alles was ich schreibe eine Qualit\u00e4tssichtung durchl\u00e4uft. Sehe mich momentan unter dem Druck \u00fcberall, immer, pausenlos und durch die Bank weg perfekt und ausgefeilt schreiben zu m\u00fcssen. Ein s\u00fcffisantes S\u00e4tzchen hier, ein geistreicher Gedanke da. Hier ein wenig schneller, dort ein wenig zynischer. Stressig. (und vor allem unm\u00f6glich)<\/p>\n<p>Erinnere mich noch an die Anf\u00e4nge dieses Blogs im vergangenen Sommer, als (vom Layout mal abgesehen &#8211; ich w\u00fcnsche, ich h\u00e4tte Screenshots gemacht) auch die Texte eher d\u00fcrftig und frei von der Leber weg daher kamen, ohne die Ambition ein sprachliches Kunstwerke zu vollbringen und ohne das Wissen, dass sich irgendjemand daf\u00fcr interessiert.<\/p>\n<p>Mittlerweile interessieren sich aber doch recht viele f\u00fcr diese Anlaufstelle der Belanglosigkeiten. Fragte mich doch unl\u00e4ngst ein Kommilitone, ob er meinen Blog portraitieren d\u00fcrfe (wof\u00fcr eigentlich, Christian??). Nun ja, klar. Mit dem Preis, dass man noch mehr be\u00e4ugt wird, und sich umso st\u00e4rker gezwungen sieht hier irgendwas Sinnvolles draufzupacken. Aber verdammt, es passiert so wenig wirklich Relevantes! N\u00e4mlich genau das, was man vom Leben einer Studentin Anfang 20 erwartet. Arbeiten, gegen Pfunde k\u00e4mpfen, essen, Bier trinken, seltsame\/nette\/lustige\/auffallende Menschen treffen, schlafen. Zwischendurch noch fernsehen, lesen und Weinflaschen k\u00f6pfen.<\/p>\n<p>Aber genau das hat mir so gro\u00dfen Spa\u00df gemacht. Gerade \u00fcber diese kleinen, unscheinbaren Belanglosigkeiten etwas Nettes zu stricken. Freude macht mir das aber jetzt nicht mehr. Denn man hat pl\u00f6tzlich Themenvorstellungen hat. Achtet auf Aktualit\u00e4t, macht sich Gedanken dar\u00fcber wie das bei anderen ankommt. Gerade f\u00fcr jemanden, der sich sowieso viel zu viele Gedanken dar\u00fcber macht wie er auf andere wirkt, birgt das enormes Stresspotetial.<\/p>\n<p>Kurz um: Ich blogge so selten, weil ich ungern beobachtet werde und aufgrund dessen glaube mit Texten gefallen zu m\u00fcssen. Diese Gedanken behagen mir nicht.<\/p>\n<p><i>Und ja ich wei\u00df, dass das das gro\u00dfe, weite, b\u00f6se Internet ist und man damit rechnen muss. Also lass ich Kommentare, die in diese Richtung gehen, nicht gelten.<\/i><\/p>\n<p>Nachtrag:<br \/>\nSeht ihr und jetzt denk ich schon wieder dar\u00fcber nach, den Eintrag zu l\u00f6schen. Ach, is doch alles nix. Schei\u00df allgegenw\u00e4rtige Medien&#8230; sorry&#8230; aaarrgghh<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin recht unzufrieden mit der Situation, dass ich so selten blogge, obwohl es wei\u00df Gott genug g\u00e4be wor\u00fcber es sich lohnen w\u00fcrde einen kleinen s\u00fcffisanten Beitrag zu verfassen. 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