{"id":300,"date":"2007-06-06T09:21:40","date_gmt":"2007-06-06T08:21:40","guid":{"rendered":"http:\/\/diegosch.wordpress.com\/?p=260"},"modified":"2008-04-06T01:06:53","modified_gmt":"2008-04-05T23:06:53","slug":"schlssel-zum-beruflichen-erfolg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/schlssel-zum-beruflichen-erfolg\/","title":{"rendered":"Schl&#252;ssel zum beruflichen Erfolg"},"content":{"rendered":"<p>Im M\u00e4rz stand Medien\u00f6konomie-Selbstmarketing auf dem Seminarplan. Was das ist, konnte ich keiner so recht vorstellen, also schob man sich gem\u00fctlich in die zweite Seminargruppe, um m\u00f6glichst sp\u00e4t in den Genuss weiterer \u00f6den Unterrichtsbl\u00f6cke zu kommen.<\/p>\n<p>Vor zwei Wochen hat das Blockseminar begonnen. Bei <a href=\"http:\/\/www.ems-babelsberg.de\/dozenten\/croehrbein.php\" target=\"blank\">IHR<\/a>. Zugegebenerma\u00dfen totz der neongelben R\u00f6hrenjeans eine &#8211; (entschuldigung) f\u00fcr Ende 40 &#8211; sehr attraktive Erscheinung. Das sag ich als Frau, die grunds\u00e4tzlich mal gegen alles Arwohn hegt, das keine drei Augen und einen Buckel hat.<\/p>\n<p>Nun ja, was haben wir bisher gelernt:<br \/>\nDank dem Test wissen wir jetzt, dass wir entweder stinkfaul sind, kein Selbstbewusstsein haben oder auf das Geld weitestgehend pfeifen. (Bei mir zweiteres und letzteres) Will man aber erfolgreicher Journalist werden, mit Ellenbogen und Kampfgeist, sollte man sich schleunigst am Riemen rei\u00dfen, quasi aus dem Quark kommen, und genau die Misst\u00e4nde beseitigen, die einen von Karriere und Prestige abhalten.<\/p>\n<p>Hei\u00dft f\u00fcr mich: Der Umwelt vermitteln, dass ich die fu*** beste Journalistin bin, die sich ein Chefredakteur w\u00fcnschen kann und ich es gewiss nicht n\u00f6tig habe ausgerechnet bei ihm anzuheuern. Aber bin ja gerade in der Stadt und habe nach der Shoppingtour bei Armani, Jil Sander und wie sie nicht alle hei\u00dfen, sowieso nichts besseres zutun. F\u00fc\u00dfe schmerzen auch, also mal hinsetzten. Warum dann nicht in der Chefetage der Zeit-Redaktion, oder so.  Au\u00dferdem ist meine Arbeit Gold wert und genau so soll sie auch bezahlt werden. Das mit der Disziplin klappt schon. Morgen fr\u00fch liegt dann die Reportage geb\u00fcgelt und mit Glanzlack bespr\u00fcht in ihrer Mailbox.<\/p>\n<p>Soweit die Theorie. Entwas ern\u00fcchternd wird das, wenn das eine Person erz\u00e4hlt, die im <a href=\"http:\/\/www.journalistenschule.de\/index.html\" target=\"blank\">Elitecamp des deutschen Journalismus<\/a> lernen durfte und seit dem f\u00fcr alles schreibt, was in Deutschland auch der ungebildeteste Proletarier kennt. Der muss sich ja im Kiosk auch mal Kippen und Schnaps kaufen und die Augen bleiben dann nicht nur auf der Blitz Illu im Zeitschriftenregal h\u00e4ngen (trotz der Br\u00fcste).<\/p>\n<p>Das Ganze ern\u00fcchtert etwas. Ok zugegeben ich bin noch nicht Ende 40. Ich bin noch nicht mal exakt Mitte 20. Also quasi  noch Zeit, um die Welt mit meinen Texten zu unterjochen und daf\u00fcr Preise, Ruhm und Ehre einzuheimsen. Aber die Zeit rennt. Wei\u00df nicht warum. Aber die berufliche Torschlusspanik setzt ein. (Von der Zwischenmenschlichen ganz zu schweigen, aber das ist mal ausnahmsweise nicht das Thema)<\/p>\n<p>Heute wieder Selbstmarketing. Vier Stunden lang feststellen, dass man irgendwie seit dem letzten Mal nicht viel an Selbtbewusstsein hinzugewonnen hat. Aber is ja auch erst Mittwoch und morgen is Feiertag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im M\u00e4rz stand Medien\u00f6konomie-Selbstmarketing auf dem Seminarplan. 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