{"id":194,"date":"2007-01-02T14:03:01","date_gmt":"2007-01-02T13:03:01","guid":{"rendered":"http:\/\/diegosch.wordpress.com\/?p=380"},"modified":"2008-04-06T01:38:04","modified_gmt":"2008-04-05T23:38:04","slug":"unter-der-sonne-frankreichs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pia-roeder.de\/de\/unter-der-sonne-frankreichs\/","title":{"rendered":"Unter der Sonne Frankreichs&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230;befanden sich zun\u00e4chsteinmal Wolken. Ziemlich dicht aneinandergedr\u00e4gt, ziemlich grau und ziemlich voller Regen. Viel Regen. Ach ja und wir: Claudi und meine Person auf unserer Bustour in die Stadt der Liebe. Hatten zu unserem Leidwesen leider nicht bedacht, dass es eine denkbar schlechte Idee war gerade zu Silvester &#8211; dem Beginn eines neuen Jahres, eines neuen Lebensabschnitts, ach was sag ich&#8230;EINES NEUEN LEBENS &#8211; gerade in die romantischste Stadt Europas zu fahren. Umzingelt von P\u00e4rchen, sahen wir uns au\u00dfer Stande uns guter Dinge in das bevorstehenden Wochenende zu st\u00fcrzen. Sogar die weiblichen Banknachbarn schienen irgendwie mehr als platonisch zueinander hingezogen.<\/p>\n<p>Das hielt uns aber im Laufe unseres Aufenthaltes keineswegs davon ab, Paris zu erkunden. Wir sahen einen Fisch auf dem <em>trottoir<\/em>, trafen am\u00fcsante Menschen in der <em>m\u00e9tro<\/em>, die uns eine exklusive Privatf\u00fchrung durch Paris anboten, a\u00dfen soviel <em>bifteck<\/em>, dass es f\u00fcr Hasstiraden ganzer Schwadronen von Vegatriern reichen w\u00fcrde und vertrieben uns die Zeit auf dem <em>march\u00e9 aux puces<\/em> im <em>banlieue<\/em>, wo wir (ok, ich) hilflos dem Konsumwahn erlagen.<\/p>\n<p>Ums kurz zu machen: Das was ich von der Silvesternacht noch wei\u00df, war wirklich sehr unterhaltsam. Obwohl oder gerade wegen der Tatsache, dass wir die scheinbar einzigen alleinstehenden, heterosexuellorientierten Frauen in ganz Paris waren, beschlossen wir kurzum, uns die Zeit angenehmer zu gestalten. Wir betranken uns mit den Rotweinvorr\u00e4ten der zwei Reiseleiter, die zumindest zu 50% solo waren. Leider war der h\u00fcbschere der beiden &#8222;irgendwie vergeben&#8220;. Garnicht schlimm. Nach ganzen 45 Minuten lies ich mir eh nur noch den gerade erlebtren Wechsel ins Jahr 2007 durch den Kopf gehn. Worauf man uns aus dem Partybus schmiss.<\/p>\n<p>Claudi war erstaunlicherweise sehr gut beisammen, trotz vergleichbarem Alkoholkonsums. Irgendwie hat sie uns innerhalb von drei Stunden heil zur\u00fcck zum Hotel gebracht. Wir \u00fcberstanden dem Zusammentreffen mit Jugendbanden, trotzten einer Einladung eines kleinen Inders auf dessen Hotelzimmer genau so, wie der Kussatacke seines Kumpels und hielten den b\u00f6sen Blicken der feinen Party-Gesellschaft stand, denen ich an der Bastille in den Vorgarten kotzte. Eine stille Demonstration meiner Abneigung gegen\u00fcber versnobbter Cocktailkleidchentr\u00e4ger. Leider wei\u00df ich das nur aus Erz\u00e4hlungen.<\/p>\n<p>Erstaunlicherweise befand man(n) unsere erotische Alkoholeinlage als s\u00fc\u00df und verabredete sich mit uns f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag. Uns wars recht.<\/p>\n<p>Vielen Dank an Claudi f\u00fcrs heimbringen und f\u00fcr ein sehr sehr spa\u00dfiges Wochenende. Danke an Daniel und Chris (sollten, sie es jemals lesen) f\u00fcr die Unmengen an Rotwein und die nette Gesellschaft an Neujahr. Danke an all die P\u00e4rchen im Bus, die es netterweise unterlassen haben rumzuknutschen oder in unserem Beisein zu kopulieren.<\/p>\n<p>Bonne ann\u00e9e !<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;befanden sich zun\u00e4chsteinmal Wolken. Ziemlich dicht aneinandergedr\u00e4gt, ziemlich grau und ziemlich voller Regen. Viel Regen. Ach ja und wir: Claudi und meine Person auf unserer Bustour in die Stadt der Liebe. Hatten zu unserem Leidwesen leider nicht bedacht, dass es eine denkbar schlechte Idee war gerade zu Silvester &#8211; dem Beginn eines neuen Jahres, eines neuen Lebensabschnitts, ach was sag ich&#8230;EINES NEUEN LEBENS &#8211; gerade in die romantischste Stadt Europas zu fahren. 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