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Colonia/Uruguay

Szenario: Zwei Menschen, die zu wenig geschlafen, aber dafür  zu viel Blösinn im Kopf haben, fahren am Wahlsonntag mit der Fähre nach Uruguay, mieten sich für umgerechnet 15 Euro ein knatterndes Dreiraddings und brettern damit drei Stunden durch die fast menschenleere Stadt. Nasses Kopfsteinpflaster bekommt mit so einem Ding unterm Hintern einen völlig anderen Schwierigkeitsgrad. Außer uns waren fast nur Touris unterwegs – alle zu Fuß. Und wie neidisch die geschaut haben! Muha! Anbei Bilder und ein „Racing“-Video.

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Kunstlederfuton

insomne en Buenos Aires

Ich schlafe seit über acht Wochen auf einem Kunstlederfuton, für den es kein passendes Bettlaken gibt. Meinen Kopf stütze ich auf einem unbezogenen Dekokissen und meine Decke ist eigentlich Lochstickerei, wie man sie nach drei Wochen Handarbeitskurs lernt. Das alles in Kombinantion ist eher wenig bequem und Grund dafür, dass ich nie länger als bis sieben Uhr schlafe. Auch heute, nach meinem Spanischkurs an meinem ersten freien Tag. Aber das macht nichts. Viel schlimmer ist es, dass ich nachts regelmäßig…

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Tigre

So, Besuch ist wieder zurück nach Brasilien und ich bin halb tot. Fies müde und hier in der Stadt isses einfach zu stickig. Aber waren fünf spaßige Tage mit dem Elmo. Hat gut getan, mal wieder Deutsch zu sprechen und ich hab festgestellt, dass ich die Stadt mittlerweile besser kenn als ich dachte. Hab dem Darmstädter nur die besten Ecken gezeigt und gestern dann einen Ausflug ans Tigre-Delta im Norden von Buenos Aires unternommen. Anbei Bilder von da, wo ich…

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Demasiada carne

Jaja ich weiß, ich hab unfassbar vielen den Mund wässrig geredet, weil ich hier in Argentinien sicher so viel Kühe verputzen werde, bis ich muhe. Das mach ich auch fleißig aber ich werde langsam fleischmüde. Der Mensch ist ein Allesfreser und nur saftige, zartrosa-gegrillte Rinderbrocken, die auf der Zunge schmelzen, weil sie so butterweich sind, vom Knochen nagen, isses halt nicht. Die Küche ist wirklich einseitig. Fehlt ab und an Gemüse und gutes Brot. Und die Spinat-Lauch-Paseten, die man hier…

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„Que linda“

Am Anfang war es ja noch schmeichelhaft. Kaum einen Fuß auf die Gasse gesetzt, schon wird man von Männern angesabbert und bekommt Küsse zugeworfen. Aber nur von den alten. Die jungen, die das machen, sind eher von minderer Qualität. Und ja das liest sich jetzt abwertend. Aber was soll ich sagen. Faulige Zähne stellen halt eine Qualitätsminderung dar. Sorry. Ja ne, aber ist schon nett, jeden Tag von wildfremde angehimmelt zu werden. Ego-pushen und so. Bis man feststellt, dass das…

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tengo sueño

Hat sich rausgestellt, dass man doch an einem Wochenende ausgehen UND ins Stadion zum Fußballgucken kann. Hatte ja erst meine Zweifel, ob das der Geldbeutel mitmacht. Aber what the hell, dann gibts halt beim Rumreisen ab Dezember nix mehr zu essen. Sind mir meine Klamotten auch nicht wirklich böse, wenn bald mal wieder Normalität einkehrt und der Empanada-Speck verschwindet. Jaa aber so bis sechs Uhr morgens in Bars rumfallen, drei Stunden schlafen, mit Tantchen ins Kino (nicht alles verstanden aber…

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lleno

Ich will da eigentlich gar nicht rein. Die ältesten U-Bahn-Waggons der Welt kommen knarzend zum stehen, die verschrammten Holztüren der Linie A öffnen sich und es strömt ein Dunstgemischt aus Fußschweiß, billigem Parfum und Katzenfutter entgegen. Nein, ich will das wirklich nicht rein. Zu viele schwitzende Leiber auf zu kleinem Raum. Sardinenbüchse ist dafür eine nette Umschreibung. Dem dicken, alten neben mir rinnen Schweißperlen die grobporige Stirn hinab. Der junge Banker versucht sich die Schläfen mit seiner Krawatte abzutrocknen. Oh…

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La gente y sus peculiaridades

Mir sind nämlich ein Eigenheiten der Menschen hier aufgefallen. (Abgesehen davon, dass sie meist klein sind und man sich ein bisschen wie ein Elefant fühlt.) 1. Zum einen stehen Argentinier unfassbar gerne an. Sie bilden Schlangen für alles. Beim Bäcker, vor Plattenläden, natürlich vor öffentlichen Toiletten. An Bushaltestellen reihen sie sich auf wie wir damals in der dritten Klasse als wir auf den Schulbus gewartet haben. Rumrennen war nicht und wenn dann muss der Ranzen den Platz in der Schlange…

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El chamullo

Fünf Wochen lang jeden Tag vier Stunden Spanischunterricht bringen ihr Gutes und ihr Schlechtes. Das Gute: Ich lerne Spanisch. Das Schlechte möchte ich kurz erläutern. Auf Spanisch. Muss ja üben und will ein bisschen mit meinem neu erworbenen Wissen angeben: Todos los lunes nuevos estudiantes empienzen en la clase. Mas ó menos 30. Y en la recreo estan juntos en la escuela, toman café ó té y charlan sobre themas muy insignificantes: De donde sos? Que trabajas? Porque estás en…

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Fuimos a las Cataratas des Iguazú

Reisen von Buenos Aires nach Iguazú geht ungefähr so: Ein Holländer, ein Engländer und eine Deutsche, alle drei mit einer dank indischem Essen mittelschweren Magenverstimmung,  setzen sich Freitagabend um sieben kreidebleich in einen Reisebus. 17 Stunden später steigen sie fast wieder gesund in Puerto Iguazú aus und stellen fest, dass es da um etwa 15 Grad wärmer und die Luft um etwa 20 Prozent feuchter ist als in der Hauptstadt. Daraufhin beschließen sie gleich mal nach Brasilien zu fahren. Nicht…

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REISEBLOG

8. Dezember 2022
17. April 2022
20. Oktober 2019

BIERCHEN?


Mein heimliches Hobby ist Bierzapfen auf Festen. Wer Bedarf hat, gerne melden. Ich komm vorbei und lass euch eins, zwei, drei, 48 Blonde mit Krone raus. In Deutschland, Österreich oder der Schweiz und sogar im Dirndl. Vielleicht wird’s eine zweite Karriere. Prost!

bierchen@pia-roeder.de

Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt. Sieh sie Dir an.
Kurt Tucholsky

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Pia Sarah Eiko Röder
Dipl. Online-Journalistin FH

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