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Die dunkle Seite des Dschungels

4 Tage und 3 Nächte war ich im Dschungel Sumatras wandern. Gesehen habe ich wilde Orang Utans, wunderschöne Flussläufe, Hunderte bunte Schmetterlinge und widerlich großes Krabbel-Viehzeug. Abseits der schmalen, steilen Pfade bin ich auch darüber gestolpert, was man als Tourist besser nicht sehen sollte.

Ketambe/Sumatra, Kilometer 3.700

Ich habe lange überlegt … Schreibe ich über die bettelarmen Menschen in Ketambe, die den Gudung Leuser Nationalpark vor ihren Hütten Stück für Stück abholzen, um ein paar Tomaten anzubauen?

Schreibe ich über die kreischenden Motorsägen, die man noch nach Kilometern im tiefsten Dickicht hört?

Schreibe ich von dem ganzen Müll am Flussufer, weil immer noch alle denken, Plastik verrotte genauso wie Bananenblätter?

Schreibe ich von dem Konkurrenzdruck der Dschungel-Guids, die mit fiesen Kommentaren auf Tripadvisor versuchen, sich gegenseitig die Kunden abzujagen?

Schreibe ich über die viel zu jungen hübschen Jungs im Dorf, die sich für ein neues T-Shirt mit Sicherheit nicht nur den Hintern von alten weißen Männerhänden tätscheln lassen?

Schreibe ich über den nicht mehr ganz taufrischen Guide, der gerne eine Weiße heiraten würde, die ein bisschen Geld mitbringt und mit ihm im Dschungel lebt?

Oder zeige ich einfach schöne Bilder von wilden Orang Utans, riesigen Insekten, dampfend-heißen Schwefelquellen, wilden Strömen und ein bisschen Lagerfeuer-Romantik?

Ja, ich belasse es bei Bildern. Ist besser für’s Geschäft.


Info

Vier Tage und drei Nächte war ich mit Jhony Jungle in seinem Revier, dem Gunung Leuser Nationalpark, unterwegs. Er liebt seinen Dschungel, kennt jeden Winkel, kann zu jedem Blatt etwas erzählen. Anders als im überlaufenen Bukit Lawang sind die Orang Utans bei Ketambe wirklich wild und nur mit Glück zu sichten. Noch unwahrscheinlicher ist es, einem Tiger zu begegnen, obwohl es angeblich 300 im Park gibt. Na, vielleicht auch besser so.

Nach einem Tag ordentlich wandern und einem erfrischenden Bad im Fluss, schlägt Jhony aus einfachen Plastikplanen das Zelt auf, macht Feuer und kocht das beste Indonesische Curry, das ich in den vier Wochen im Land probieren durfte.

Einen Tag wandern kostet umgerechnet etwa 60 Euro. Klingt teuer, aber im Preis enthalten ist schließlich Verpflegung von morgens bis abends, Eintritt in den Nationalpark, Zigaretten für die Tour-Guids und Schmiergeld für die Polizisten.

Der Trek lohnt sich. Gerade, wenn man die Augen dafür offen hält, was so rund um das harte Geschäft mit den Dschungel-Touristen passiert.

www.jhonyjungle.com


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