insomne en Buenos Aires

Ich schlafe seit über acht Wochen auf einem Kunstlederfuton, für den es kein passendes Bettlaken gibt. Meinen Kopf stütze ich auf einem unbezogenen Dekokissen und meine Decke ist eigentlich Lochstickerei, wie man sie nach drei Wochen Handarbeitskurs lernt. Das alles in Kombinantion ist eher wenig bequem und Grund dafür, dass ich nie länger als bis sieben Uhr schlafe. Auch heute, nach meinem Spanischkurs an meinem ersten freien Tag.

Aber das macht nichts. Viel schlimmer ist es, dass ich nachts regelmäßig aufwache, weil ich von meinem 40 Zentimeter breiten Laken gerutscht bin. Die Haut an meinem Bein klebt dann schön am Kunstleder fest und löst sich erst wieder mit einem geräuschvollen Schmatzen.

Oh und nebenan reißen die Handwerker gerade Wände ein. Die Haushälterin sind auch schon wieder da und fragt, wann ich denn wach bin, damit sie mit dem Putzen anfangen kann.

Keine Sorgen, ich bin schon wach.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.