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Angekommen

Urlaub zu Hause – das klingt nach Balkonien und Terrassien, nach weg gewollt aber nicht gekonnt. Doch was, wenn die Heimat das Paradies ist? Dann darf man doch auch als Weltreisende einfach mal daheimbleiben wollen. Eine Hommage.

45 Minuten dauert es zu Fuß von meiner Haustür rauf zum massiven Tor der Burg. Seit ich denken kann, steht die vor meinem Küchenfenster, eingerahmt wie ein kitschiges Gemälde über deutschen Wohnzimmersofas. Es ist halb acht Uhr abends, die Hitze liegt immer noch bräsig im Tal und denkt nicht daran, mit mir hinauf zu dem alten Gemäuer zu steigen.

Ich kenne den Weg, bin ihn schon zig Male gegangen. Als kleines Mädchen beim Schulausflug, als Teenie ziemlich voll beschwipst in lauen Sommernächten auf dem Weg nach Hause. Im Odenwald sorgt sich keiner nachts im Wald. Was soll schon passieren, als über Wurzeln zu stolpern? Und oh, wie oft das vorkam.

Und jetzt, jetzt bin ich wieder hier, war lange weg. Ich gehe den gleichen Weg hinauf zur Burg als wäre nichts gewesen, als wären Hamburg, München, Frankfurt, Bodensee, Südamerika, Atlantik, Osteuropa, Neuseeland, Indonesien, Malaysia, Thailand, (*lufthol*) als wäre das alles nie passiert. Die Wurzeln der Buchen hier sind auch meine.

Im Wald ist es kühl. Späte Sonnenstrahlen malen auf die Kiefernstämme ein Kaleidoskop aus Licht und Schatten. Unter meinen Sohlen knirscht das trockene Laub, das seit vielen Herbsten hier liegt. Nie hat es Lust zu verreisen. Die Brombeeren wuchern und kratzen an meinen Beinen. Um die Zeit rechnet kein Reh mehr mit einem Störenfried. Es schaut sich um und springt davon. In meinem Rucksack stoßen die Bierflaschen miteinander auf gute Zeiten an.

„Gustavsruh“ heißt die Lichtung unterhalb der Burg. Da, wo der Turm neugierig aus dem Wald lukt und der „Eselspfad“ beginnt. Seit hundert Jahren heißt das Fleckchen Heimat so und das bleibt auch so die nächsten hundert. Im Wald verändert sich wenig – egal, wann man zurückkommt.

Ich war noch nie so sehr zu Hause wie jetzt, bin verliebt in jeden Halm. Das ist abgedroschen, das ist Kitsch. Doch hätte ich auf meinen Reisen einen Ort gefunden wie diesen, ich wäre geblieben. Ich habe ihn wiedergefunden und bleibe. Das ist kein Urlaub, das ist mein Leben. Das Beste, das ich mir wünschen kann.

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